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Preiskampf der Banken fördert Schnäppchenmentalität und Kontohopping

München, den 3. April (v-u-f) Überall winken verlockende Angebote für Tagesgeldkonten mit ungewöhnlich hohen Zinsen, günstige Kreditkarten und Konten zu Top-Konditionen. Die Banken betreiben derzeit einen Preiskampf, der vermutlich seinesgleichen sucht. Das Beratungsunternehmen Steria Mummert Consulting veröffentlichte jüngst eine Studie, aus der hervorgeht, dass bereits rund 30 Prozent aller Bankinstitute, zumindest kurzfristig, vergleichsweise hohe Zinsen [...]

München, den 3. April (v-u-f) Überall winken verlockende Angebote für Tagesgeldkonten mit ungewöhnlich hohen Zinsen, günstige Kreditkarten und Konten zu Top-Konditionen. Die Banken betreiben derzeit einen Preiskampf, der vermutlich seinesgleichen sucht. Das Beratungsunternehmen Steria Mummert Consulting veröffentlichte jüngst eine Studie, aus der hervorgeht, dass bereits rund 30 Prozent aller Bankinstitute, zumindest kurzfristig, vergleichsweise hohe Zinsen für Tagesgeld anbieten, um Kunden zu gewinnen. Während sich die Kunden über das breite Angebot freuen und dazu neigen, die besten Konditionen genau für die Dauer der attraktivsten Laufzeiten zu nutzen und bei Verschlechterung einfach wieder zu wechseln, wirkt sich die Preisschlacht laut Studie fast schon ruinös auf die Verfassung der Banken aus. Der Trend einer gesamtgesellschaftlichen Schnäppchenmentalität, die auch von der Studie attestiert wird, scheint sich vom Einzelhandel aus nun auch im Bankwesen auszudehnen. Die zahlreichen Sonderangebote der Bankgesellschaften tragen hierzu leider maßgeblich bei. Das so genannte Kontohopping, das sich für flexible Sparer durchaus rechnet, führt zu einem Nachteil der Banken, die mit den Zinserhöhungen, gerade im Tagesgeldbereich, ursprünglich langfristig Kunden binden wollen.