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Qualität der Beratung für Autokredite auf dem Prüfstand

Eine aktuelle Studie von Finanztest beschäftigte sich mit der Güte von Beratungsgesprächen für Autokredite. Das Fazit ist leider ernüchternd, denn die „Bankberatung“ sei im Regelfall eher schlecht…

München, den 18. April (v-u-f) Wenn man davon ausgeht, dass ein Neuwagen im Durchschnitt 25.000 Euro kostet, dann klingt das Ergebnis einer Studie der zu Stiftung Warentest gehörenden Zeitschrift Finanztest (3/2008) einleuchtend: Nur etwa ein Viertel der Kunden bezahlt bar. Als Alternative bleibt ein Kauf auf Raten – der Autokredit. Diese aktuelle Studie hatte die Güte von Beratungen für Autokredite in sieben Händlerfilialen von renommierten Marken untersucht. Das Fazit ist leider eher ernüchternd, denn die „Bankberatung“ sehr im Regelfall schlecht.

Ein Grund hierfür mag die Wirtschaftslage der Autohändler sein. Mit 3,15 Millionen verkauften Neuwagen im Jahr 2007 erreichte die Branche so niedrige Verkaufszahlen wie schon seit 17 Jahren nicht mehr. Immer weniger Privatkunden entscheiden sich für einen Neuwagen (rund 40 %). Den Hauptanteil verkaufter Neuwagen bilden inzwischen Leihwagenunternehmen und Firmen. Doch die Studie beschäftigte sich nicht mit Verkaufszahlen sondern mit Serviceleistungen. Speziell für Kreditberatungen erreichten die Autohändler nach insgesamt 63 Kreditgesprächen keinmal die Note „gut“. Ford- und Audihändler schnitten am besten ab und kamen der der Beurteilung „gut“ am nächsten. Die Händler von Opel, Peugeot und Toyota erhielten im Gegensatz dazu nur ein „ausreichend“.

„Die größten Schwächen offenbarten die Autoverkäufer bei der Bestandsaufnahme der finanziellen Situation des Kunden“, so das Ergebnis der Tester. Die Autohändler wollen verkaufen, soviel steht fest. Doch für einen sicheren Verkauf, der auch über einen längerfristigen Kredit gewährleistet sein sollte, steht gerade die Bestandsaufnahme als Grundlage für die Kreditberechnung im Interesse beider Parteien. Die Tatsache, dass 38 der 63 getesteten Verkäufer auf Angebote einer Restschuldversicherung gegen Arbeitsunfähigkeit, Arbeitslosigkeit oder Todesfall konzentrierten, scheint daher verwunderlich.