Rund 60 Milliarden Euro gaben Deutsche Haushalten innerhalb der letzten beiden Jahre für Energie aus. So lautet das Ergebnis einer aktuellen Studie der Postbank…
München, den 9. Mai (v-u-f) Rund 60 Milliarden Euro gaben Deutsche Haushalten innerhalb der letzten beiden Jahre für Energie aus. So lautet das Ergebnis einer aktuellen Studie der Postbank. Dabei machen Stromkosten fast die Hälfte der Gesamtausgaben aus. Während Ergas mit rund einem Drittel zu Buche schlägt, spielt Heizöl mit anteiligen 13 Prozent nur eine eher kleinere Rolle. Vor rund zehn Jahren wurden die Strom- und Erdgasmärkte Deutschlands privatisiert. Mit der Privatisierung war die Hoffnung verbunden, durch die Öffnung der Märkte den Wettbewerb anzuheizen, um letztlich eine günstigere Energieversorgung zu erzielen. Diese Rechnung scheint nicht unbedingt aufgegangen zu sein. Den Angaben der Postbank-Studie folgend, hat sich allerdings der Preis für Erdgas nahezu verdoppelt. Die Prognosen für das laufende Jahr sehen weitere Rekordwerte vor. Die Kilowattstunde Strom kostete im Februar dieses Jahres im Schnitt vier Prozent mehr als zum Ende des letzten Jahres. Für Erdgas mussten rund 3,5 % mehr bezahlt werden. Rechnet man diese Preissteigerungen auf die nächsten zehn Jahre hoch, dann müsste ein privater Haushalt, der 2007 im Durchschnitt noch 124 Euro pro Monat für Haushaltsenergie zahlen musste, im Jahr 2017 186 Euro pro Monat aufwenden.
