Die leichte Entspannung der Energiepreise, die in den vergangenen Wochen zu verzeichnen war, scheinen Bundeswirtschaftsminister Michael Glos nicht davon zu überzeugen, dass ein vergleichsweise niedriges Energiepreisniveau auf Dauer…
München, den 25. August (v-u-f) Die leichte Entspannung der Energiepreise, die in den vergangenen Wochen zu verzeichnen war, scheint Bundeswirtschaftsminister Michael Glos nicht davon zu überzeugen, dass ein vergleichsweise niedriges Energiepreisniveau auf Dauer zu erreichen sei. Vergangene Woche erklärte Glos im Editorial von „Schlaglichter der Wirtschaftspolitik“ (Septemberausgabe) des Bundeswirtschaftsministeriums (BMWi): „Auch auf mittlere Sicht müssen wir uns wegen des enormen Nachfragepotenzials der Schwellenländer wohl weiterhin auf höhere Preise als in der Vergangenheit einstellen”.
Zwar seien die sinkenden Rohölpreise der jüngsten Zeit überaus erfreulich; „Dennoch bleibt der starke Anstieg der Energie- und Rohstoffpreise in den letzten Jahren im Verbund mit anderen Risiken ein ernster Belastungsfaktor für Wachstum und Beschäftigung in unserem Land”, so Glos’ Urteil.
Der Wirtschaftsminister fordert von Verbrauchern, Arbeitnehmern und Unternehmen eine „Anpassungsleistung“, die natürlich ihre Zeit brauche.
Hierfür müssten langfristig sowohl Konsumgewohnheiten geändert werden, als auch Energiespartechnologien ausgebaut, sowie eine größere Bandbreite von Energiequellen nutzbar gemacht werden. Die Aufgabe der Wirtschaftspolitik bestehe für diesen Prozess darin, die erforderlichen stabilen Rahmenbedingungen für mehr Wettbewerb zu schaffen und zusätzliche finanzielle Belastungen für Unternehmen und Arbeitnehmer möglichst zu verhindern. “Dazu zählt, dass der leistungsschädliche Anstieg der Steuerbelastung durch die kalte Progression vermieden wird”, erklärte Glos im Editorial.
