München, den 16. Oktober (v-u-f) Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD) fordert die Unterstützung von Arbeitslosen und Geringverdienern bei den Energiekosten. Um die Energieeffizienz in Deutschland zu verbessern, müssten sich auch ärmere Bevölkerungsschichten die Anschaffung energieeffizienter Haushaltsgroßgeräte leisten können, so Gabriel. Bis 2020 sollen die Treibhausemissionen um 40 Prozent gesenkt werden, sagte Sigmar Gabriel. Bisher seien Empfänger [...]
München, den 16. Oktober (v-u-f) Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD) fordert die Unterstützung von Arbeitslosen und Geringverdienern bei den Energiekosten. Um die Energieeffizienz in Deutschland zu verbessern, müssten sich auch ärmere Bevölkerungsschichten die Anschaffung energieeffizienter Haushaltsgroßgeräte leisten können, so Gabriel. Bis 2020 sollen die Treibhausemissionen um 40 Prozent gesenkt werden, sagte Sigmar Gabriel. Bisher seien Empfänger von Arbeitslosengeld, Wohngeld und Kinderzulagen „den steigenden Energiepreisen schutzlos ausgeliefert“. Sie müssten so einen stetig steigenden Teil ihres Einkommens für Energiekosten aufwenden.
„Wir haben keine Stromlücke, sondern eine Effizienzlücke“, so Gabriel.
Hier soll die Effizienzinitiative des Bundesumweltministeriums ansetzen. Bis Ende des Jahres 2008 stehen hierfür bis zu fünf Millionen Euro zur Verfügung. Im Jahr 2009 stehen aus Auktionierungserlösen im Emissionshandel voraussichtlich sogar bis zu 15 Millionen Euro zur Verfügung.
Die Initiative will die gezielte Beratung und Unterstützung einkommensschwacher Bevölkerungsschichten unterstützen. Finanzielle Unterstützungen sollen zum Beispiel an Gespräche mit Energieberatern gebunden werden.
Des Weiteren will Gabriel die Energiesparverordnung fortschreiben, das CO2-Gebäudesanierungsprogramm aufstocken, den bedarfsorientierten Energiepass für Gebäude verpflichtend einführen und steuerliche Anreize für Gebäudesanierung schaffen.
