München, den 14. November (v-u-f) Die internationale Energieagentur (IEA) warnt vor dem Ende der Ölreserven und fordert neue Energieversorgungskonzepte. Der Direktor der Agentur, Nobuo Tanaka, sprach von einer „Energie-Revolution“, die nötig sei, um den Bedarf dauerhaft zu decken: “Wir müssen verhindern, dass die Finanzmarkt- und Wirtschaftskrise uns von notwendigen politischen Schritten abbringt, die Energieversorgung zu [...]
München, den 14. November (v-u-f) Die internationale Energieagentur (IEA) warnt vor dem Ende der Ölreserven und fordert neue Energieversorgungskonzepte. Der Direktor der Agentur, Nobuo Tanaka, sprach von einer „Energie-Revolution“, die nötig sei, um den Bedarf dauerhaft zu decken: “Wir müssen verhindern, dass die Finanzmarkt- und Wirtschaftskrise uns von notwendigen politischen Schritten abbringt, die Energieversorgung zu sichern und gleichzeitig den Ausstoß von Treibhausgasen zu verringern,“ so Tanaka.
Die Experten der DEA weisen auf die schwindenden Ölreserven hin: Bis zum Jahr 2030 wird der globale Bedarf um 45 Prozent höher sein, als heute. Dieser Bedarf ist dann nicht mehr zu decken. Die Agentur hat dazu erstmals alle bekannten Ölfelder analysiert.
Aus den aktuell fallenden Preisen sollten keine falschen Schlüsse gezogen werden: Der große Bedarf in China und Indien werde die Preise bald wieder in die Höhe treiben, so die IEA. Im Jahr 2030 schätzt die IEA den Preis für ein Barrel (159 Liter) Rohöl auf 200 Dollar.
Die Europäische Kommission hat nur einen Tag nach Veröffentlichung der IEA-Studie eine Strategie vorgelegt, um die Energiepolitik zu ändern und eine langfristige Versorgung zu sichern. Der zuständige EU-Kommissar Andris Piebalgs formulierte dazu folgende Punkte:
- Ausweitung der energiepolitischen Beziehungen Brüssels z. Bsp. nach Afrika, um die Abhängigkeit von einzelnen Ländern, wie Russland zu verringern.
- Die EU- Mitgliedsstaaten sollen ihre Vorschriften für Energiereserven ändern, um in Krisenzeiten effizient reagieren zu können.
- Förderung energieeffizienter Neubauten und der Sanierung von Altbauwohnungen durch die EU
- Berücksichtigung heimischer Quellen in den Energiekonzepten, wie z. Bsp. Kohle und Atomenergie.
