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Die Internet-Kriminalität boomt

Müchen, den 5. Dezember (v-u-f) Das Internet-Geschäft wächst – mittlerweile gibt es nichts, was man mit nur einem Click nicht kaufen kann. Von Häusern, Flugzeugen und Limousinen bis zu Brot und Toilettenpapier – bequem per Kreditkarte, Lastschrift oder Rechnung ist in der virtuellen Welt alles zu haben. Eine schöne Entwicklung und zukunftweisende Tendenz? So würde [...]

Müchen, den 5. Dezember (v-u-f) Das Internet-Geschäft wächst – mittlerweile gibt es nichts, was man mit nur einem Click nicht kaufen kann. Von Häusern, Flugzeugen und Limousinen bis zu Brot und Toilettenpapier – bequem per Kreditkarte, Lastschrift oder Rechnung ist in der virtuellen Welt alles zu haben. Eine schöne Entwicklung und zukunftweisende Tendenz? So würde man denken, wenn man die Kriminalitätsstatistik nicht gesehen hat.
Vor einigen Tagen veröffentlichte der IT-Spezialist Symantec eine neue Studie, die eben Auskunft über die Ausmaßen der Schattenwirtschaft im Internet gibt. Die Ergebnisse sind erschreckend. In der Computer-Welt zirkulieren rund um den Globus die Kreditkarten-Informationen von Hunderten von Tausenden Verbrauchern. Der Diebstahl von solchen Daten übernimmt mit 31% auch eindeutig den ersten Platz unter den beliebtesten online-Verbrechen. Der zugefügte Schaden beläuft sich auf rund 5,3 Milliarden Dollar bis jetzt, denn jeden Tag, gar jede Stunde erhöht sich diese Zahl kontinuierlich. Den zweiten Platz in der Beliebtheitsskala übernehmen Finanzdaten wie Kontonummer, PIN- und TAN-Informationen, mit denen rund 1,7 Milliarden Dollar bis jetzt abkassiert werden konnten.
Die Zahlen sind aber längst nicht das Schlimmste, was aus der Symantec-Studie hervorgeht. Das Forschungsinstitut kommt eben zu dem Beschluss, dass die Netzwerke der Internet-Diebe inzwischen so organisiert und weltweit verbreitet sind, dass eine Gegenreaktion fast hoffnungslos aussieht. Das Geschäft mit den Bankdaten und Kreditkarteninformationen wird von straff organisierten Banden betrieben, die unter anderem von Software- und Programmierer-Genies bestehen. Aus diesem Grund schlägt Candid Wüest vor, eine überdimensionale internationale Aktion zu starten. „In dem Maß, in dem die Kriminellen neue Instrumente und Methoden entwickeln, in dem Maß müssen sich auch die Maßnahmen zu ihrer Bekämpfung und zu ihrem Schutz vor solchen Attacken ändern“, sagt der Symantec-Spezialist. Sein Unternehmen beobachtete rund 70.000 aktive online Händler und 44 Mio. Emails. Die Ergebnisse werden weltweit als „Report on the Underground Economy“ veröffentlicht. (v-u-f)