München, den 19. März (v-u-f) Zum 1. Juli dürfen sich die Rentner auf höhere Renten freuen. Im Westen steigen die Rentenzahlungen um 2,41% und im Osten – um ganze 3,38%. Diese Zahlen haben in den letzten Tagen eine intensive Diskussion in der Presse ausgelöst – Meinungen aus allen Seiten der Partei-Landschaft Deutschlands äußerten sich zu [...]
München, den 19. März (v-u-f) Zum 1. Juli dürfen sich die Rentner auf höhere Renten freuen. Im Westen steigen die Rentenzahlungen um 2,41% und im Osten – um ganze 3,38%. Diese Zahlen haben in den letzten Tagen eine intensive Diskussion in der Presse ausgelöst – Meinungen aus allen Seiten der Partei-Landschaft Deutschlands äußerten sich zu dem lang erwarteten Ereignis. Darunter auch Bern Niederland, Geschäftsführer des Sozialverbandes Volkssolidarität, der in einem Interview für die online-Ausgabe „Junge Welt“ eine kalt realistische Perspektive auf die aktuelle Perspektive darstellte.
Die angekündigten Prozente können kaum den Inflationssprung abdecken, meint der Finanzexperte. Seit 2003 haben schließlich die Renten einen Wertverlust von 8,5% abkassiert – die aktuelle Erhöhung belaufe sich auf lediglich 24 Euro im Westen und 34 Euro im Osten und das sei alles andere als genug. Niederland sieht in der Erhöhung der Rentenniveaus nur ein Instrument, mit dem die Rentnergeneration pünktlich zum Bundestagswahl milder gestimmt werden soll.
Darüber hinaus sei die Regierung sehr auf die private Altersvorsorge konzentriert. Dabei werde die private Absicherung seit dem Jahr 2000 auf Kosten der gesetzlichen Rente massiv ausgeweitet und staatlich gefördert, was keiner Generation zugute komme. Instrumente wie die Riester- oder die Rürup-Rente führen dazu, dass die gesetzlich Versicherten selbst dann die staatliche Förderung der privaten Altersvorsorge mitbezahlen, wenn sie selbst keine Form der privaten Vorsorge betreiben – entweder mit ihren Steuern oder de facto mit einer Kürzung von Rentenansprüchen.
„Die gesetzliche Rentenversicherung als wichtigste Säule des sozialstaatlichen Alterssicherungssystem muss im Interesse aller Generationen gestärkt und zukunftssicher gemacht werden“, so der Finanzexperte. (v-u-f)
