München, den 26. März (v-u-f) Von wegen Öffnen des Strommarktes! Heizstromkunden sind weiterhin nur auf den lokalen Grundversorger angewiesen und haben keine effektive Alternative dazu. Zwar besteht die Möglichkeit, den Stromanbieter zu wechseln. Diese bringt aber kaum Unterschied in der Rechnung, denn der günstige Nachtstrom wird letztendlich nur von dem lokalen Anbieter geliefert. Heizstromkunden mit [...]
München, den 26. März (v-u-f) Von wegen Öffnen des Strommarktes! Heizstromkunden sind weiterhin nur auf den lokalen Grundversorger angewiesen und haben keine effektive Alternative dazu. Zwar besteht die Möglichkeit, den Stromanbieter zu wechseln. Diese bringt aber kaum Unterschied in der Rechnung, denn der günstige Nachtstrom wird letztendlich nur von dem lokalen Anbieter geliefert. Heizstromkunden mit Nachtspeicherheizung zahlen in der Regel nach einem Zweitarif-Modell, bei dem der Stromverbrauch in verschiedenen Zeitzonen eingeteilt wird. Tagsüber wird der Strom nach dem teuren Hochtarif (HT) und in der Nacht nach dem günstigeren Nebentarif (NT) berechnet.
Das Problem für Heizstromkunden liegt darin, dass es momentan keinen überregionalen Stromanbieter gibt, der verbilligten Nachtstrom für Speicherheizungen im Tarifprogramm hat. Die Anbieter rechtfertigen die Situation mit den sehr komplizierten Tarifkalkulationen, die als Folge einer solchen Tarifgestaltung entstehen würden. Wirtschaftlich wird sich eine solche Aufteilung der Tarife nicht lohnen. Peter Reese, Leiter Energiewirtschaft bei Verivox, bestätigt die schwierige Situation für Heizstromkunden: „Die Situation für diese Verbraucher ist schwierig. Sie zahlen mit die höchsten Heizkosten im Vergleich zu anderen Energieträgern und können nicht auf sinkende Preise durch mehr Wettbewerb vertrauen“. (v-u-f)
