München, den 14. Mai (v-u-f) Bekanntlich zögern Stromanbieter nicht lange, wenn es um Erhöhung der Tarife geht. Auch in diesem Jahr sind einige Korrekturen bei den großen Stromlieferanten angesagt. Ein aktueller Bericht des Bundeverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) zeigt deutlich, dass die Strompreise in den ersten vier Monaten des Jahres deutschlandweit durchschnittlich um 7% [...]
München, den 14. Mai (v-u-f) Bekanntlich zögern Stromanbieter nicht lange, wenn es um Erhöhung der Tarife geht. Auch in diesem Jahr sind einige Korrekturen bei den großen Stromlieferanten angesagt. Ein aktueller Bericht des Bundeverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) zeigt deutlich, dass die Strompreise in den ersten vier Monaten des Jahres deutschlandweit durchschnittlich um 7% teurer geworden sind.
Im April 2009 zeigte die Stromrechnung einer dreiköpfigen Familie den Betrag von 67,70 Euro. Das sind gleich 4,50 Euro mehr als im Jahr zuvor. Die Energiespezialisten sind besorgt. Der Strommarkt ist seit 2000 liberalisiert und der Staat darf keine Kontrolle mehr auf die Tarife der einzelnen Anbieter ausüben. Vor etwa neun Jahren zahlte eine dreiköpfige Familie in Deutschland im Durchschnitt 40,66 Euro. Der Unterschied zu der aktuellen Rechnung der Familie übersteigt 55%, wie auch eine ganz einfache Kalkulation zeigt. Verbraucherschützer und unabhängige Energieexperten fragen sich, ob die Liberalisierung des Strommarktes wirklich eine positive Entscheidung war.
Für die Einzelverbraucher – vielleicht nicht, doch Unternehmen profitieren mit Sicherheit davon. BDEW zeigte, dass Industrieunternehmen derzeit bei Neuverträgen eine Ersparnis von bis zu 26% gegenüber dem Vorjahr erzielen können. Die Energieexperten sind sich allerdings sicher, dass die Stromtarife auch für Privathaushalte einen Tiefflug erfahren werden. Die Frage ist „Wann“. Bis dahin können Verbraucher ihre Stromtarife unabhängig und umfassend vergleichen. (v-u-f)
