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Chaos in der gesetzlichen Krankenversicherung

München, den 18. Mai (v-u-f) In der gesetzlichen Krankenversicherung sieht es nicht rosig aus. Seit der Einführung der Gesundheitsreform zum 1. Januar 2009 explodieren die Kosten der Krankenkassen und die finanziellen Mittel des neu geschaffenen Gesundheitsfonds scheinen nicht mehr ausreichend zu sein. Gesundheitsministerin Ulla Schmidt hat vor kurzem für neue Maßnahmen plädiert, die einen finanziellen [...]

München, den 18. Mai (v-u-f) In der gesetzlichen Krankenversicherung sieht es nicht rosig aus. Seit der Einführung der Gesundheitsreform zum 1. Januar 2009 explodieren die Kosten der Krankenkassen und die finanziellen Mittel des neu geschaffenen Gesundheitsfonds scheinen nicht mehr ausreichend zu sein. Gesundheitsministerin Ulla Schmidt hat vor kurzem für neue Maßnahmen plädiert, die einen finanziellen Zuschuss nicht ausschließen. Darüber hinaus hat vor kurzem der Ärzteverband Marburger Bund eine staatlich geförderte private Zusatzkrankenversicherung als einen möglichen Ausweg aus der Krise vorgeschlagen.
Vor kurzem sagte die Gesundheitsministerin in einem Interview für die Frankfurter Allgemeine, dass niemand wisse, ob sich die Prognosen für die Einnahmen des Fonds in diesem Jahr wegen der wachsenden Arbeitslosigkeit verschlechterten. Sollte diese schlechtere Prognose sich trotzdem als wahr ergeben, könnte der Steuerzuschuss erhöht werden, sagte auch Schmidt.
Am anderen Ende der Diskussion steht die Ärztegewerkschaft Marburger Bund. Diese fordert eine staatlich geförderte private Zusatzkrankenversicherung, die nach dem Modell der Riester-Rente funktioniert. Der Grund für diesen Vorschlag sei die Tatsache, dass schon heute die Mittel nicht ausreichten, um alle von den gesetzlichen Krankenkassen versprochenen Leistungen zu finanzieren, sagte der Gewerkschaftsvorsitzende Rudolf Henke der „Financial Times Deutschland“. „Man muss vorsorgen ehe das Versprechen der Krankenversicherung noch brüchiger wird“, sagte der Gesundheitsspezialist. Das Ministerium hat sich zu diesem Vorschlag noch nicht geäußert. (v-u-f)