München, den 20. Mai (v-u-f) Spätestens zum Anfang der sich momentan breit machenden Finanzkrise haben die amerikanischen Finanzexperten begriffen, dass eine generelle Reform des Kreditkartengeschäftes notwendig ist. Dazu äußerte sich aktuell auch der US-Präsident Barack Obama. Er will noch im Mai ein Gesetz verabschieden, das unangemessen hohe Zins- und Strafzahlungen für die Kunden der Finanzinstitute [...]
München, den 20. Mai (v-u-f) Spätestens zum Anfang der sich momentan breit machenden Finanzkrise haben die amerikanischen Finanzexperten begriffen, dass eine generelle Reform des Kreditkartengeschäftes notwendig ist. Dazu äußerte sich aktuell auch der US-Präsident Barack Obama. Er will noch im Mai ein Gesetz verabschieden, das unangemessen hohe Zins- und Strafzahlungen für die Kunden der Finanzinstitute reguliert.
Die Kreditkartenschulden erreichten im Januar dieses Jahres einen absoluten Höhepunkt von 963 Milliarden Dollar. Dabei können die Kunden ihre Schulden wegen den extrem hohen Zinsniveaus nicht mehr regelmäßig bedienen. So meldete sich der größte amerikanische Anbieter von Kreditkarten American Express mit der Ankündigung, dass die Ausfallrate seiner Kunden auf Rekordwert gestiegen ist und momentan bei 8,8% liegt. Einer der wichtigsten Gründe für diese Krisensituation sehen die Finanzexperten in den sehr hohen Gebühren, Zinsen und Strafzahlungen, die zum Auftakt der Bankenkrise in den USA eingeführt wurden. Rund 15 Milliarden Dollar jährlich Strafzahlungen sammeln Institute wie Visa oder American Express von ihren Kunden. Das sind etwa zehn Prozent des gesamten Branchenumsatzes.
Dabei verlangen vor allem diejenigen Kreditinstitute die höchsten Zinsen und Strafgebühren, die zum Anfang des Jahres staatliche Finanzspritzen bekommen haben. Diese Tatsache trifft in den USA auf besondere Empörung. Das neue Gesetz muss die zu hohen Gebühren regulieren. (v-u-f)
