München, den 27. Mai (v-u-f) Auf dem Finanzfront nichts Neues: Die Kunden profitieren immer noch nicht von den lukrativen Zinssätzen, die die Europäische Zentralbank vor mehreren Monaten festgelegt hat. Zu diesem Beschluss kommt auch eine aktuelle Untersuchung der Stiftung Warentest, veröffentlicht in der Zeitschrift „Finanztest“.
Berücksichtigt wurden dabei die Zinssätze von 70 Kreditinstituten für Überziehungszinsen und [...]
München, den 27. Mai (v-u-f) Auf dem Finanzfront nichts Neues: Die Kunden profitieren immer noch nicht von den lukrativen Zinssätzen, die die Europäische Zentralbank vor mehreren Monaten festgelegt hat. Zu diesem Beschluss kommt auch eine aktuelle Untersuchung der Stiftung Warentest, veröffentlicht in der Zeitschrift „Finanztest“.
Berücksichtigt wurden dabei die Zinssätze von 70 Kreditinstituten für Überziehungszinsen und Ratenkredite. Die Ergebnisse sind kaum überraschend. Die Banken leihen sich zwar Geld zu den von der zentralen europäischen Finanzinstitution eingeführten Konditionen von 1% Leitzins. Die Konditionen für die Bürger bleiben sowohl bei den Dispo- als auch bei den Ratenkrediten auf dem Niveau vor einem Jahr. Der Sparkassensprecher Frank Hötzel erklärt der Zeitschrift: „Der Zinssatz ist der angemessene Preis für das Risiko, dass man bei einem Dispo trägt“. Insgesamt verleihen die deutschen Kreditinstitute 760 Millionen Euro an Privatkunden. Die Einnahmen von Zinsen belaufen sich dabei auf 26,5 Millionen, meint der Finanzexperte. Die meisten Einnahmen für sein Unternehmen werden über den sogenannten Interbankenhandel erzielt, bei dem die Banken unter sich mit Aktien, Geld oder festverzinsliche Papiere handeln.
Ein schneller Vergleich beweist eindeutig, dass der Dispokredit immer noch die ungünstigste Variante bleibt, um schnell an bares Geld zu kommen. Bankexperten meinen, dass sie ihre Kunden darauf auch hinweisen. Sie raten den Kunden, sich für andere, günstigere Produkte wie etwa den Ratenkredit zu entscheiden. Vom Abkassieren der Kunden könne dabei nicht die Rede sein, meint die Leiterin der Sparda-Bank Roswitha Hoffmann. (v-u-f)
