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Ökostrom aus Afrika

München, den 19. Juni (v-u-f) Ökostrom macht in Deutschland gerade die Runde. Hinter dem grünen Etikett versteckt sich zwar oft ganz alltägliche und nicht immer sehr umweltfreundliche Energie, doch das Wichtigste ist, dass jeder Cent, der für Ökostrom gezahlt wird, in grünen Stromanlagen investiert wird. Diese sind in Deutschland inzwischen viel, doch jetzt hat ein [...]

München, den 19. Juni (v-u-f) Ökostrom macht in Deutschland gerade die Runde. Hinter dem grünen Etikett versteckt sich zwar oft ganz alltägliche und nicht immer sehr umweltfreundliche Energie, doch das Wichtigste ist, dass jeder Cent, der für Ökostrom gezahlt wird, in grünen Stromanlagen investiert wird. Diese sind in Deutschland inzwischen viel, doch jetzt hat ein Unternehmenskonsortium entdeckt, dass man in Afrika perfekte Bedingungen für die Erzeugung von Ökostrom hat, den man wiederum nach Deutschland importieren kann.
Die „Süddeutsche Zeitung“ berichtete vor kurzem darüber, dass eine Gruppe von etwa 20 Unternehmen den Bau riesiger Solarwerke in Afrika plane. Unter den Konzernen liest man die Namen von Münchener Rück, Siemens, Deutsche Bank und RWE. Insgesamt wollen die Unternehmen 400 Milliarden Euro in den Stromanlagen investieren.
Das Projekt trägt den Namen Desertec und befindet sich bereits in einer sehr fortgeschrittenen Phase. Im Juli sollen Vertreter der Unternehmen, die sich aus deutscher Seite daran beteiligen wollen, konsultierende Gespräche mit EU-Abgeordneten und Vertreter der nordafrikanischen Staaten führen. Die geplanten Kraftwerke sind solarthermische Großanlagen, die einen innovativen Mechanismus benutzen, um die Sonnenenergie in Elektrizität zu umwandeln. Laut einem Sprecher der Münchener Rück sollen diese Anlagen so viel Strom nach Deutschland liefern, sodass jede siebte Kilowattstunde Strom in Deutschland aus afrikanischen Solaranlagen stammt. (v-u-f)