München, den 19. August (v-u-f) Vor etwa einem Monat gab es von den Krankenkassen und dem Gesundheitsministerium ganz fröhliche Töne: Die gesetzlichen Krankenversicherer hätten genug Finanzreserven, um zusätzliche Beiträge von ihren Kunden nicht verlangen zu müssen. Das galt damals als eine wichtige Entwarnung in den schwierigen Zeiten der großen Finanzkrise. Kurze Zeit danach erweisen sich [...]
München, den 19. August (v-u-f) Vor etwa einem Monat gab es von den Krankenkassen und dem Gesundheitsministerium ganz fröhliche Töne: Die gesetzlichen Krankenversicherer hätten genug Finanzreserven, um zusätzliche Beiträge von ihren Kunden nicht verlangen zu müssen. Das galt damals als eine wichtige Entwarnung in den schwierigen Zeiten der großen Finanzkrise. Kurze Zeit danach erweisen sich diese Aussagen als eine falsche Information: Einige gesetzliche Krankenkassen erheben jetzt schon Zusatzbeiträge.
Als erste Krankenkasse, die Zusatzzahlungen von ihren Mitgliedern verlangt, meldeten sich die Gemeinsamen Betriebskrankenkassen Köln (GBK), wie ein aktueller Bericht in der Frankfurter Allgemeine Zeitung informiert. Rückwirkend zum 1. Juli müssen die rund 30.000 Mitglieder der Versicherung 8 Euro Zusatzbeitrag überweisen. Der Grund für diese außerordentlichen Maßnahmen sei die nicht ausreichende Finanzierung des Versicherers durch den Gesundheitsfonds, bestätigte der GBK-Vorstand Helmut Wasserfuhr vor der FAZ.
Die finanzielle Not bei der GBK sollte man allerdings als einen Einzelfall betrachten, meinen die Versicherungsexperten. Die Krankenkasse berichtete in den letzten Jahren von außerordentlich hohen Ausgaben für zwei Patienten mit seltenen Bluterkrankungen, die Medikamente im Wert von rund 14 Millionen Euro benötigten, wie Wasserfuhr klar machte. Aus diesem Grund sieht auch das Gesundheitsministerium die Nachricht gelassen. (v-u-f)
