München, den 21. August (v-u-f) Ratenkredite erfreuen sich gerade einer enormen Popularität. Finanzexperten sehen darin zweideutige Signale – diese Popularität liegt entweder an der Finanzkrise und der Geldnot, die die deutschen Bürger plagen, oder eben an der Konsumfreudigkeit, die grade hierzulande herrscht. Während die erste Alternative ein Zeichen für die schwere Lage des Finanzsystems ist, [...]
München, den 21. August (v-u-f) Ratenkredite erfreuen sich gerade einer enormen Popularität. Finanzexperten sehen darin zweideutige Signale – diese Popularität liegt entweder an der Finanzkrise und der Geldnot, die die deutschen Bürger plagen, oder eben an der Konsumfreudigkeit, die grade hierzulande herrscht. Während die erste Alternative ein Zeichen für die schwere Lage des Finanzsystems ist, kann die zweite als eine sehr optimistische Sicht für den baldigen Ausweg aus der schweren Situation gesehen werden. Welche Alternative ist aber die richtige? Die Kreditauskunftei Schufa ist der Meinung, dass es sich eher um die optimistischere Variante handelt, wie vor kurzem Rainer Neumann, der Vorstandsvorsitzende der Schufa der Financial Times Deutschland, sagte.
„Es gibt derzeit keine Kreditklemme bei Verbrauchern“, bestätigte Neumann. Im ersten Halbjahr haben die Banken 20 Prozent mehr Darlehen, darunter auch vor allem Ratenkredite, an Verbraucher vergeben, als im Vorjahr, zeigt die Statistik. Dafür gibt es allerdings unterschiedliche Gründe. Auf der einen Seite wollen immer mehr Bürger von der Abwrackprämie profitieren. Mit einem Ratenkredit finanzieren sie ihren Neuwagen. Auf der anderen Seite profitieren die Kunden von lukrativen Finanzierungsangeboten auch in anderen Bereichen, unter anderem im Elektronikhandel. Das führt Neumann zu dem Beschluss: „Die Menschen haben die Ratenkredite nicht aufgenommen, weil Geldnot besteht, sondern weil sie mehr konsumieren als im Vorjahr“. Lediglich bei 2,5% der Darlehen werden die Raten nicht mehr gezahlt und dieser Wert hat sich in den letzten Jahren gar nicht geändert, bestätigt eindeutig die Statistik. (v-u-f)
