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Reformen in der gesetzlichen Krankenversicherung sollen alles besser machen

München, den 29. Oktober (v-u-f) Das deutsche Gesundheitssystem und vor allem die gesetzliche Krankenversicherung entpuppen sich als die größten Streitpunkte in der schwarz-gelben Koalition. Die Krankenversicherung wird massiv umstrukturiert, aber was das genau heißt und ob es höhere Beiträge für die Arbeitnehmer mit sich bringt, ist immer noch unklar.
Vor kurzem kündigte Ursula von der Leyen, [...]

München, den 29. Oktober (v-u-f) Das deutsche Gesundheitssystem und vor allem die gesetzliche Krankenversicherung entpuppen sich als die größten Streitpunkte in der schwarz-gelben Koalition. Die Krankenversicherung wird massiv umstrukturiert, aber was das genau heißt und ob es höhere Beiträge für die Arbeitnehmer mit sich bringt, ist immer noch unklar.
Vor kurzem kündigte Ursula von der Leyen, die CDU-Politikerin, die die Verhandlungen zwischen den zwei Koalitionspartnern leitet, an, dass die gesetzliche Krankenversicherung „besser, transparenter und definitiv nicht teurer werden soll“, wie die online Ausgabe von Spiegel mitteilte.
Auf dem anderen Ende der Diskussionsfront steht der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach. Ihm zufolge ist eine Verteuerung der Krankenversicherung unumgänglich, er führt sogar die Begriffe „Armutszeugnis“ und „Entsolidarisierung“ ein, die als Ergebnisse der geplanten Reformen aktuell werden sollten. „Der Arbeitnehmer wird noch stärker zur Kasse gebeten für etwas, das es schon gibt und das sich nicht verbessert“, sagte er Spiegel Online. Auch das gesamte Konzept zur Umstrukturierung der Krankenkassen wird heftig kritisiert. Der Gesundheitsökonom Johann-Matthias von der Schulenburg ist der Meinung, dass „dieser Mischmasch“ kein Konzept sei.
Was man heute schon weiß ist, dass radikale Maßnahmen dringend benötigt werden. Das Gelddefizit bei den gesetzlichen Versicherern erreicht inzwischen 7,5 Milliarden Euro und das ist bei weitem nicht der letzte Stand. Die Ärztehonorare, die Ausgaben für Medikamente und Kliniken steigen kontinuierlich. Die Koalitionspartner haben sich darüber geeinigt, dass eine dringende Reform des Gesundheitsfonds notwendig ist. Doch dieser müsse weiterhin bestehen bleiben, wie die Bundeskanzlerin Angela Merkel vor kurzem mitteilte. Gleichzeitig sei aber ein Systemwechsel in der gesetzlichen Krankenversicherung unumgänglich, so der neue Gesundheitsminister Philipp Rösler. „Wir müssen jetzt nach und nach die Schritte festlegen, um aus dem bestehenden System in das neue hineinzukommen“, sagte Rösler der Bild Zeitung. Dabei versprach er auch, dass die Arbeitnehmer und Arbeitgeber nicht überfordert werden sollten. (v-u-f)