München, den 18. November (v-u-f) Seit der letzten Gesundheitsreform in Deutschland gilt die sog. Krankenversicherungspflicht in Deutschland. Doch diese scheint für viele Menschen immer noch kein Begriff zu sein. Das statistische Bundesamt zählte im Jahr 2007 rund 200.000 Personen, die keinen Gesundheitsschutz haben. Das war vor der Reform, nach der Einführung der Versicherungspflicht wurde diese [...]
München, den 18. November (v-u-f) Seit der letzten Gesundheitsreform in Deutschland gilt die sog. Krankenversicherungspflicht in Deutschland. Doch diese scheint für viele Menschen immer noch kein Begriff zu sein. Das statistische Bundesamt zählte im Jahr 2007 rund 200.000 Personen, die keinen Gesundheitsschutz haben. Das war vor der Reform, nach der Einführung der Versicherungspflicht wurde diese Zahl nur leicht nach unten verändert.
Die Experten stellen fest, dass vor allem drei Personengruppen freiwillig auf Krankenversicherung verzichten. Das sind in erster Linie Selbständige, deren Geschäfte nicht so erfolgreich sind, illegale Einwanderer und Obdachlose. Zwei Drittel von den Menschen, die ohne Krankenversicherung leben, sind Männer.
Mediziner und Sozialarbeiter fordern nun dringende Maßnahmen für die Personengruppen, die sich keine Krankenversicherung leisten können. Die trauen sich erst viel zu spät zum Arzt zu gehen und können sich meistens auch keine Medikamente leisten. Inzwischen gibt es mehrere Gesundheitszentren wie die Malteser Migranten Medizin, in denen Menschen ohne Krankenversicherung anonym und kostenlos behandelt und untersucht werden können. Jeder vierte Patient in diesem Zentrum ist ein Deutscher. (v-u-f)
