München, den 19. November (v-u-f) Als Rentner zu leben ist inzwischen nicht so leicht, vor allem, wenn man privat nicht vorgesorgt hat. Und bedauerlich ist auch keine Besserung in Sicht. Für die Jahren 2010 und 2011 müssen Rentner mit Nullrunden rechnen, d.h. keine Erhöhungen der Rentensätze und auch keine Entlastung der steuerlichen Ausgaben. Vor kurzem [...]
München, den 19. November (v-u-f) Als Rentner zu leben ist inzwischen nicht so leicht, vor allem, wenn man privat nicht vorgesorgt hat. Und bedauerlich ist auch keine Besserung in Sicht. Für die Jahren 2010 und 2011 müssen Rentner mit Nullrunden rechnen, d.h. keine Erhöhungen der Rentensätze und auch keine Entlastung der steuerlichen Ausgaben. Vor kurzem kam noch eine schlechte Nachricht: Rentner müssen mit noch weniger Netto-Einkommen rechnen, da eine Erhöhung der Krankenkassenbeiträge geplant ist.
Im Koalitionsvertrag der regierenden Parteien ist festgelegt, dass der Arbeitgeberanteil für die Krankenversicherung bei 7 Prozent bleiben wird. Das heißt, dass die zukünftige Erhöhung der Krankenkassenbeiträge alleine von den Arbeitnehmern und Rentner getragen wird. Einige Kassen wollen schon bald Zusatzbeiträge erheben. Viele der gesetzlichen Versicherer melden enorme Finanzdefizite an und planen zusätzliche Zahlungen für ihre Mitglieder ein. In diesem Jahr hat die große Koalition bereits die Kassenbeiträge um 0,6% gesenkt, um die Bundesbürger in Zeiten der Finanzkrise zu entlasten.
Die Bild-Zeitung zitier den Finanzexperten Prof. Axel Börsch-Supan: „Nullrunden und zusätzliche Krankenkassenkosten sind nicht schön, aber zumutbar. Auch Arbeitnehmer haben Nullrunden und andere Lohneinbußen gehabt und müssen höhere Kassenbeiträge zahlen. Wir müssen aus der Falle höhere Renten – höhere Beiträge heraus, indem das effektive Renteneintrittsalter erhöht wird und insgesamt die Arbeitsbeteiligung steigt.“ (v-u-f)
