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Laufzeitverlängerung für Atomkraftwerke

München, den 18. Dezember (v-u-f) Nachdem es klar wurde, dass mehr als die Hälfte der deutschen Verbraucher gerne etwas mehr für Ökostrom zahlen würden, wurde auch die Frage nach dem Atomstrom besonders wichtig. Vor kurzem meldete sich diesbezüglich auch der Stromanbieter badenova. Presseberichten zufolge fordert der Versorger die volle Ausschöpfung der Gewinne, die sich aus [...]

München, den 18. Dezember (v-u-f) Nachdem es klar wurde, dass mehr als die Hälfte der deutschen Verbraucher gerne etwas mehr für Ökostrom zahlen würden, wurde auch die Frage nach dem Atomstrom besonders wichtig. Vor kurzem meldete sich diesbezüglich auch der Stromanbieter badenova. Presseberichten zufolge fordert der Versorger die volle Ausschöpfung der Gewinne, die sich aus den Laufzeitverlängerungen für Atomkraftwerke ergeben.
Die schwarz-gelbe Koalition unterstützt bekanntlich ein solches Vorgehen. Die regierenden Parteien äußern sich immer häufiger für eine Laufzeitverlängerung für Atomkraftwerke. Unklar bleibt allerdings die Frage, wie die Gewinne aus diesen längeren Laufzeiten verteilt werden sollen. Inzwischen etabliert sich immer mehr die Meinung einiger Politiker, dass die Stromanbieter bis zu 50 Prozent dieser Gewinne in die Entwicklung erneuerbaren Energien investieren sollen.
Thorsten Radensleben, der Vorstandsvorsitzende des Stromanbieters badenova, äußerte sich diesem Konzept gegenüber sehr skeptisch. Ihm zufolge würde die zweite Hälfte der Gewinne bei diesem Modell bei den Kraftwerksbetreibern verbleiben und das sei wettbewerbsverzerrend, da es zu Benachteiligung solcher Stromanbieter führe, die über keine Kernkraftwerke verfügen. (v-u-f)