News News zu Versicherungen und Finanzen
 

Verschwiegene Drogenabhängigkeit – Rechtsstreit um Schadensausgleich

München, den 27. März (v-u-f) Ein Mann aus Brandenburg hatte seiner Versicherung gegenüber verschwiegen, dass er einst drogenabhängig war. Als die Versicherungsgesellschaft aufgrund der unwahren Gesundheitsangaben vom Vertrag zurücktrat, zog er vor Gericht. Er klagte auf Leistung der Versicherungsgesellschaft. Das Oberlandesgericht Brandenburg urteilte jedoch daraufhin, der Kläger müsse zunächst beweisen, dass die Versicherungsgesellschaft den Vertrag angenommen hätte, wenn er alle Fragen wahrheitsgemäß beantwortet hätte (Az.: 13 U 111/06).

Dieses Urteil zeigt einmal mehr, wie wichtig es ist, alle Fragen eines potenziellen Versicherungsvertrages wahrheitsgemäß auszufüllen. Ob für eine Krankenversicherung oder eine Berufsunfähigkeitsversicherung – um bösen Überraschungen oder gar der Zahlungsverweigerung im Schadensfall vorzubeugen, wird dringend zur Sorgfalt geraten.

 
 

Bioheizungen werden seit Januar 2008 stärker subventioniert

München, den 19. März (v-u-f) Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) vergibt seit Anfang diesen Jahres höhere Zuschüsse für Hauseigentümer, die auf erneuerbare Energien bauen. Bezuschusst werden Vorhaben, die Installationen von Biomasseanlagen wie Pelletkesseln beziehungsweise Wärmeanlagen oder Solarkollektoren verwirklichen wollen.

Ein Beispiel:
Installiert ein Hausbesitzer eine Solaranlage von etwa zehn Quadratmetern Kollektorfläche, um die Warmwasserbereitung und die Heizungsunterstützung über erneuerbare Energien auszulegen und ersetzt zudem seine alte Heizung durch einen Pelletkessel, dann besteht die Grundförderung aus 1.050 Euro für die Solaranlage und 2.000 Euro für den Pelletkessel. Für die Kombination dieser Vorhaben gibt es nun einen weiteren Zuschuss von rund 750 Euro.

Wer in Sachen Wärmedämmung in die nächste Runde gehen möchte, der kann mit dem nun eingeführten „Effizienzbonus“ mit bis zu 6.100 Euro Zuschuss rechnen. Erneuerbare Energien sind also nicht nur gut für die Umwelt, sondern langfristig auch für den eigenen Geldbeutel.

 
 

Kreditkarte aus verschlossenem Hotelzimmer geklaut – Karteninhaberin musste zahlen

München, den 11. März (v-u-f) In der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift Finanztest (3/2008) wird von einem Urteil berichtet, wonach eine Kreditkarteninhaberin für den finanziellen Schaden, der mit ihrer aus dem verschlossenen Hotelzimmer entwendeten Kreditkarte entstanden ist, selbst aufkommen muss. Das Amtsgericht Offenbach bezeichnete das Handeln der Klägerin im Urteil (Az. 36 C 77/07) als grob fahrlässig. Zum einen sei die Pflicht, die Kreditkarte sorgfältig aufzubewahren, verletzt worden und zum anderen habe die Klägerin in Anwesenheit von Dritten den Aufbewahrungsort ihrer Geldbörse preisgegeben. Das Aufbewahren von Wertgegenständen wie Geld oder Kreditkarten im eigenen Hotelzimmer ist ohnehin unsicher, weshalb dringend dazu geraten wird, den Save des Hotels für die Zeit des Aufenthalts in Anspruch zu nehmen. Dieses Urteil zeigt, dass sich eine kleine Investition in die Sicherheit durchaus lohnen kann. Denn es ging immerhin um einen Schaden von rund 1600 Euro.

 
 

Seit dem 1. März gibt es die Doppelkarten für die Kfz-Versicherung elektronisch

München, den 3. März (v-u-f) Neue Technik macht’s möglich: Seit dem 1. März bieten zahlreiche Zulassungsstellen die Anmeldung von Fahrzeugen auch ohne Doppelkarte an. Ersatz bietet die elektronische Versicherungsbestätigung (VB-Nummer), die zum einen der Versicherungsnehmer erhält und die zum anderen zentral hinterlegt wird. Über die dazugehörige Kodenummer, eine Zahlen- und Buchstabenkombination aus sieben Stellen, kann die Versicherungsbestätigung so jederzeit von der Zulassungsstelle abgerufen und geprüft werden. Derzeit befindet sich diese Umstellung noch in der Anfangsphase, weshalb einige Versicherungsgesellschaften, die noch nicht auf die elektronische VB-Nummer umgestellt haben, parallel Doppelkarten ausstellen. In absehbarer Zeit wird sich das elektronische Verfahren für die Kfz-Versicherung jedoch durchsetzen. Ein entscheidender Vorteil für Kunden wird langfristig auch darin bestehen, dass die VB-Nummer dann via e-Mail oder Handy versendet werden kann.