München, den 31. Juli (v-u-f) Endlich Ferien! Nichts wie weg, die Familie ins Auto gepackt und los geht’s gen Süden! Doch die Erholung kann schnell dahin sein, wenn man nach einem Stadtbummel auf dem Parkplatz das Auto nicht mehr findet. Was ist zu tun, wenn das Auto im Ausland gestohlen wird? Nachdem die Polizei informiert wurde, die ein Protokoll aufnimmt, das später an die deutsche Polizei übergeben werden kann, sollte sofort auch die Kaskoversicherung informiert werden. Die Schadensmeldung muss bei der Versicherung aber nicht nur telefonisch sondern auch schriftlich als Fax, Mail oder Brief eingehen. Erst dann beginnt die Monatsfrist, die der Fahrer abwarten muss. Taucht der Wagen in dieser Zeit wieder auf, erhält der Eigentümer ihn zurück. Für die Rückholung des Fahrzeugs ins Heimatland ist dann aber nicht die Kaskoversicherung zuständig, sondern ein Kfz-Schutzbrief.
Nach der Monatsfrist erhält der Besitzer des gestohlenen Fahrzeugs den Neupreis oder den Wiederbeschaffungswert, je nach den gültigen Bedingungen seines Versicherungsvertrags. Auch die Rückfahrt des Fahrers und der Insassen ins Heimatland wird durch einen Schutzbrief abgedeckt. Den Geschädigten stehen dazu in der Regel 550 Euro zur Verfügung.
Juli 31st, 2008 | Kategorie: Autoversicherung, Versicherungen
München, den 28. Juli (v-u-f) Gregor Gysi, Fraktionschef der Linken, warnt aufgrund der steigenden Energiepreise vor Kältetoten in Deutschland. Gysi sagte dem Tagesspiegel am Sonntag, die Politik müsse „die Energiekonzerne zwingen, Sozialtarife anzubieten, damit wir in Deutschland keine Kältetoten bekommen.“ Gysi befürchtet eine ernst zu nehmenden Gefahr angesichts der um 18 % gestiegenen Gaspreise. Bundeskanzlerin Merkel warf er Gleichgültigkeit vor: „Es ist beschämend, dass sie nicht wusste, dass Hartz IV-Empfänger ihre Stromrechnung selbst bezahlen müssen. Das zeigt für mich, wie abgehoben viele Politiker sind.“ Er forderte, wenn es keine Sozialtarife gäbe, den unteren Einkommensgruppen anders zu helfen. Man müsse dann zumindest bei Hartz IV und bei der Grundsicherung für Rentner aufstocken, sagte der Linken-Fraktionschef.
Juli 28th, 2008 | Kategorie: Finanzen, Stromtarife, Verbraucher Tarife
München, den 18. Juli (v-u-f) Wenn Einbrecher mit einem zur Wohnung gehörenden, zuvor geklauten Schlüssel die Tür geöffnet haben, so haben Besitzer keinen Anspruch auf Ersatz gestohlener Wertsachen durch ihre Versicherung. Das beschloss das Amtsgericht Nürnberg in einem aktuellen Urteil. Hier gelte die in den meisten Policen übliche Vereinbarung, dass die Versicherung nur bei der Verwendung falscher Schlüssel durch die Einbrecher oder bei gewaltsamem Eindringen in die Wohnung für den Schaden aufkommt.
Auf einer Party wurde ein Wohnungsschlüssel gestohlen. Später in der Nacht kam wohl einer der Partygäste mit dem Schlüssel zurück und raubte einige Wertgegenstände aus der Wohnung. Am nächsten Tag fehlten ein DVD-Player, eine Stereoanlage, ein Videorekorder und auch der üblicherweise am Schlüsselbrett hängende Haustürschlüssel.
Da es keinerlei Einbruchsspuren an der Tür gab, verweigerte die Hausratversicherung der Besitzer den Ersatz der gestohlenen Gegenstände. Zu Recht: Ein richtiger Schlüssel kann laut dem Urteil des Nürnberger Gerichts nicht nachträglich zu einem falschen werden. Die Leistungen bleiben dem Versicherten nur erhalten, wenn diesen kein Verschulden am Verlust des Schlüssels trifft. Da der Schlüssel auf einer Party aus der Wohnung der Versicherten entwendet wurde, wurde dies als Fahrlässigkeit der Versicherten gewertet.
Juli 18th, 2008 | Kategorie: Hausratversicherung, Recht, Verbraucherinformationen, Versicherungen
München, den 14. Juli (v-u-f) Bundeskanzlerin Merkel lehnt spezielle Sozialtarife bei den Energiepreisen in Deutschland ab. Sie wies die Forderungen von EU-Kommissionspräsident Jose Manuel Barroso zurück, wegen hoher Energiepreise europaweit Sozialtarife für Geringverdiener einzuführen.
Der Zeitung „Bild am Sonntag“ sagte Merkel: „Deutschland hat solche Regelungen längst.“ Das Arbeitslosengeld II beinhalte bereits die Heizkosten, zusätzlich könne jeder unter einer bestimmten Einkommensgrenze Wohngeld beantragen.
Wirtschaftsminister Glos hingegen lässt laut eines Berichts des „Spiegel“ auch Sozialtarife als Maßnahmen gegen steigende Energiepreise prüfen.
Keine Entspannung bei den Energiepreisen sieht Finanzminister Steinbrück (SPD). Der steigende Bedarf in Asien sorge weiter für eine Erhöhung der Marktpreise, sagte Steinbrück der Bild-Zeitung.: Eine Senkung der Energiesteuern helfe da nur kurzfristig. Vielmehr werde geprüft, was der Staat außerhalb der Steuerpolitik tun könne, beispielsweise mit Zuschüssen zu Heizkosten.
Juli 14th, 2008 | Kategorie: Finanzen, Steuern, Stromtarife, Verbraucher Tarife, Verbraucherinformationen