München, den 25. September (v-u-f) Die anhaltende Finanzkrise hat vor allem in Asien dazu geführt, dass zahlreiche Lebensversicherte ihre Police aus Angst vor weit reichenden Folgen panikartig verkauft haben. Thorsten Rudnik, der Sprecher vom Bund der Versicherten (BdV), gab für Deutschland diesbezüglich Entwarnung und erklärte gegenüber banktip.de, dass für die heimischen Lebensversicherer keine Gefahr bestehe.
Hierfür gäbe es gleich mehrere Gründe. Zum einen fänden die garantierten Leistungen eine Absicherung durch die Auffanggesellschaft Protektor, und zum anderen sorge der fast gänzliche Rückzug der deutschen Lebensversicherer aus dem Aktienmarkt - seit der Börsenkrise zum Beginn des Millenniums - für ein vergleichsweise geringes Risiko.
Die Kapitalanteile der Lebensversicherer, die in Aktien angelegt werden, belaufen sich laut Rudnik derzeit auf „niedrige einstellige“ Beträge, was dazu führt, dass ein Anstieg der Überschussbeteiligungen in naher Zukunft unwahrscheinlich sei. Ganz generell weist der BdV darauf hin, dass sich in Sachen Altersvorsorge der kritische Vergleich von Anlagemöglichkeiten durchaus lohnt, weil sich dort meist lukrativere Möglichkeiten ergeben. Dieser Hinweis steht allerdings nicht im Zusammenhang mit der momentanen Bankenkrise.
September 25th, 2008 | Kategorie: Altervorsorge, Finanzen, Verkauf von Lebensversicherungen
München, den 23. September (v-u-f) Die Energiepreise dieser Tage wachsen über sich selbst hinaus und stellen für viele Deutsche eine immer größere Belastung dar. Energiesparpläne im privaten Bereich stehen ebenso hoch im Kurs, wie die Bemühungen deutscher Politiker, Lösungen für die wirtschaftlichen Entwicklungen in den heimischen Breitengraden zu finden.
Zu allem Überfluss stehen nun für das kommende Jahr erhöhte Versicherungsprämien für Endverbraucher an der Tagesordnung. Dies geht aus einem aktuellen Bericht des Bundes der Versicherten (BdV) hervor. Ähnlich wie bei der Energiedebatte, liegen die Ursachen auch hier in den weltwirtschaftlichen Ereignissen begründet. Die deutschen Rückversicherer, also die Versicherungen der Versicherer, verlangen aufgrund der momentanen Finanzkrise erhöhte Versicherungsprämien von der Versicherungswirtschaft. Diese werden dann zwangsläufig an deutsche Endverbraucher weitergereicht.
Lilo Blunck, die Vorstandsvorsitzende des BdV, prognostiziert eine Prämienerhöhung für das Jahr 2009 – allerdings nicht in allen Versicherungsbereichen. Kfz-Versicherungen, die auch als Türöffner-Versicherungen gelten, „dürften unverändert bleiben“, so Blunck. Mit Erhöhungen sei hingegen eher bei Versicherungsformen zu rechen, die nicht gar so häufig abgeschlossen werden, beispielsweise bei Berufsunfähigkeitsversicherungen. Genaueres, etwa über die Höhe der Prämiensteigerungen, ist noch nicht bekannt.
September 23rd, 2008 | Kategorie: Autoversicherung, Berufsunfähigkeit, Finanzen, Verbraucherinformationen, Versicherungen
München, den 19. September (v-u-f) Die Deutsche Energie-Agentur (dena), die vom Bund beaufsichtigt wird, legte kürzlich ein Gutachten vor, wonach in Deutschland im Zuge des geplanten Atomausstiegs und durch das Verzichten auf Energie aus Kohlekraftwerken Stromlücken entstünden. Eine am Mittwoch von Greenpeace vorgelegte Studie widerlegt nun diese Prognosen.
Der Greenpepace-Fachmann Roland Hipp erklärte hierzu in Berlin: “Atomkraft muss keine Lücke füllen, sie hilft weder gegen den Klimawandel noch sorgt sie für sinkende Strompreise.” Dabei berief er sich auf die Versorgungssicherheit, die sich für Strom durch die verstärkten Energiesparmaßnahmen und subventionierte Programme für erneuerbare Energien ergeben.
Greenpeace unterstellt dena, sie habe “die tatsächlichen Energiekapazitäten so berechnet, dass sie eine Stromlücke konstruieren konnte”. Denn zum einen sei der Strombedarf für das Jahr 2020 nach den Regierungszielen weit niedriger anzusetzen, als für die ‚konstruierte Stromlücke’ angenommen, und zum anderen seien die Leistungen, die mit Öko-Energie und klimafreundlicheren Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen entstehen, ebenfalls deutlich geringer in die Studie aufgenommen worden, als üblich.
September 19th, 2008 | Kategorie: Stromtarife, Verbraucher Tarife, Verbraucherinformationen
München, den 17. September (v-u-f) Wer eine Versicherung abschließt, ist zu wahrheitsgemäßen Angaben verpflichtet, um den Versicherungsschutz nicht zu verlieren. Gleiches gilt, wenn im Zuge eines Versicherungsfalls die Schadensmeldung ansteht. Doch nicht in jedem Fall geht der Versicherungsschutz aufgrund von widersprüchlichen Angaben flöten.
Das Oberlandesgericht Brandenburg urteilte in einem Fall, von dem die Fachzeitschrift „Recht und Schaden“ berichtete, zugunsten des Versicherten, dessen Schadensmeldung widersprüchliche Angaben aufwies. Der Versicherer hatte sich auf seine Schadensfreiheit berufen und verweigerte die Zahlung, ohne vorher zunächst bei dem Versicherten genauer nachzufragen.
Durch dieses Versäumnis wurde die Versicherung gerichtlich zur Zahlung verpflichtet (Az.: 4 U 171/06). Denn ohne Klärung, wie es zu eventuellen Widersprüchen bei Schadensmeldungen kommen konnte, kann dem Versicherten auch keine Falschangabe unterstellt werden, die bewusst oder vorsätzlich vorgenommen wurde.
September 17th, 2008 | Kategorie: Autoversicherung, Recht, Verbraucherinformationen, Versicherungen
München, den 12. September (v-u-f) Die Preisauftriebe innerhalb des deutschen Großhandels, die jüngst die höhere Inflation beeinflussten, haben sich im August etwas beruhigt. Das Statistische Bundesamt teilte am Donnerstag mit, dass die Preise im Vergleich zum Vorjahresmonat um 7,4 Prozent oberhalb des Niveaus lagen.
Betrachtet man die Entwicklung seit April dieses Jahres, lässt sich der geringste Anstieg attestieren. Auch der Präsident des Bundesverbandes Groß- und Außenhandel (BGA), Anton Börner, spricht von einer niedrigeren Teuerungsrate: “Dies setzt ein erstes Signal, dass sich die Inflation in Deutschland wieder zurückbildet”.
Besonders im Vergleich zum Monat Juli, als mit einem Anstieg von 9,9 Prozent das höchste Plus seit 1981 erreicht war, scheint sich nun ein durchaus erfreulicher Trend abzuzeichnen. Insgesamt sanken die Preise im Großhandel um 1,8 Prozent im Vergleich zum Vormonat, was vor allem auf niedrigere Kraftstoff- und Mineralölpreise zurückzuführen ist. Mit durchschnittlich 7,4 Prozent niedrigeren Kosten für diese Produkte und 3,1 Prozent billigeren Preisen für Kartoffeln, Obst und Gemüse kann also von einer ersten deutlichen Entspannung ausgegangen werden.
Als wesentlicher Indikator für die Inflationsentwicklung gelten die Preise im Großhandel aufgrund der Weitergabe der Preisveränderungen an den Einzelhandel. Erst im Juni und Juli dieses Jahres war die höchste Inflationsrate seit rund 15 Jahren erreicht worden (3,1 Prozent), was nicht nur Ökonomen sondern vor allem auch Endverbrauchern deutlich zu schaffen machte. Für August lag sie dann nur noch bei 3,1 Prozent.
September 12th, 2008 | Kategorie: Finanzen, Verbraucherinformationen
München, den 11. September (v-u-f) Das Gesundheitsrisiko rauchender Menschen steigt mit jeder Schachtel Zigaretten. Dies macht sich auch beim Abschluss von Versicherungen bemerkbar, bei denen die gesundheitliche Verfassung eine wesentliche Rolle spielt.
Bei Risikolebens-, Kapitallebens-, Berufsunfähigkeits- oder Dread-Desease-Versicherungen führt Tabakkonsum zu einer etwa doppelt so hohen Versicherungsprämie. „Wer den letzten zwölf Monaten Zigaretten, Zigarren, Tabak oder Pfeife geraucht hat“, gilt als Raucher – erklärte jüngst Bianca Boss vom Bund der Versicherten. Dies bedeutet, dass sowohl Kettenraucher für ihre gesundheitliche Absicherung tiefer in die Tasche greifen müssen, als auch Gelegenheitsraucher – auch wenn sie sich nur einmal im Jahr einen Glimmstängel, eine Pfeife oder eine Zigarre kredenzen.
Für den Abschluss solcher Versicherungen sei jedoch unbedingt darauf hingewiesen, dass wahrheitsgemäße Angaben über den persönlichen Gesundheitszustand, und damit auch über ein eventuelles Rauchverhalten, absolut notwendig sind. Denn Falschaussagen können zur sofortigen Auflösung des Versicherungsvertrages führen, wobei auch die bereits bezahlen Beiträge einbehalten werden dürfen.
Rauchen ist also gleich in mehrfacher Hinsicht teuer: Nicht nur das Rauchwerk an sich ist ein kostspieliges Vergnügen, sondern auch die Absicherung der privaten Vorsorge – vom tatsächlichen Gesundheitsrisiko und den möglichen Folgen einmal ganz abgesehen.
September 11th, 2008 | Kategorie: Altervorsorge, Finanzen, Risiko-Lebensversicherung, Versicherungen
München, den 10. September (v-u-f) Eine Entscheidung des Amtsgerichts München legte aktuell fest, dass ein Verlobter, der mit dem Versicherten einer Reiserücktrittsversicherung nicht in einer häuslichen Gemeinschaft lebt, nicht als eine mitversicherte Person anzusehen ist (Az.: 274 C 35174/07).
Im konkreten Fall buchte eine Frau eine zweiwöchige Reise nach Korfu – für sich und ihren Verlobten. Dabei beliefen sich die Kosten auf 1088 Euro. Eine Reiserücktrittsversicherung schloss sie – was sehr empfehlenswert ist – zusätzlich ab. Die allgemeinen Geschäftsbedingungen regelten, dass der Vertrags- bzw. Ehepartner und der in häuslicher Gemeinschaft wohnhafte und eingetragene Lebensgefährte inklusive seiner Kinder als versicherte Person gelten.
Da der Bruder des Verlobten in der Nacht starb, bevor die Reise angetreten werden sollte, stornierte die Versicherungsnehmerin die Reise und forderte die Rückerstattung der Reisekosten von der Versicherung. Der Versicherer wies die Forderung zurück und wurde durch das Urteil des Amtsgerichts bestätigt. Da der Verlobte der Antragstellering noch in einer anderen Stadt wohnte, waren die Kriterien der AGB für eine erfolgreiche Rückerstattung nicht gegeben.
September 10th, 2008 | Kategorie: Recht, Reiseversicherung, Verbraucherinformationen, Versicherungen
München, den 5. September (v-u-f) Der Mineralöl-Wirtschaftsverband in Hamburg (MWV) gab aktuell bekannt, dass die Benzin- und Dieselpreise im vergangenen Monat deutlich zurückgegangen sind. Vergangenen Juli kostete der Liter Super 1,53 Cent. Mit einem Preisabstieg von sechs Cent, die diesen August zu verzeichnen waren, kann also durchaus von einer leichten Entspannung gesprochen werden.
Ähnlich sieht es beim Dieselpreis aus. Während im Juli durchschnittlich 1,49 Euro bezahlt werden mussten, fielen vergangenen Monat mit einem Preis von 1,39 Euro rund zehn Cent weniger an. Besonders erfreulich erscheint die Gesamtbilanz des Ölpreises, denn für einen Barrel mussten weniger als 110 Dollar auf den Tisch gelegt werden.
Diese Zahlen sind in jedem Fall erfreulich. Doch der ADAC in München betont, dass Aufatmen noch nicht unbedingt angebracht ist. Dies wird vor allem deutlich, wenn man sich die Preise des Vorjahres vergegenwärtigt. Im August dieses Jahres fielen für den Liter Super im Vorjahresvergleich elf Cent mehr an. Auf den Jahresdurchschnittspreis des Jahres 2006 gemünzt, beträgt die Teuerung sogar 16,6 Cent.
September 5th, 2008 | Kategorie: Finanzen, Verbraucher Tarife
München, den 4. September (v-u-f) Der negativ behaftete Begriff des Mietnomaden kommt nicht von ungefähr. Als solche werden Menschen bezeichnet, die von Wohnung zu Wohnung ziehen, keine Mietleistungen – ganz zu schweigen von Kautionen – erbringen, sich nicht kündigen lassen und erst dann weiterziehen, wenn ein Titel gegen sie vorliegt und sie via Zwangsmaßnahme keine andere Wahl mehr haben. In vielen Fällen hinterlassen sie verwüstete, teils zerstörte Wohnungen zurück und der Vermieter steht vor einem finanziellen Schaden, der nicht selten die Zehntausend-Marke hinter sich gelassen hat.
Mietnomaden sind in der Regel auf den ersten Blick nicht erkennbar, weshalb die generelle Absicherung gegen solch albtraumähnliche Ereignisse fast unmöglich ist. Einer finanziellen Absicherung trägt nun eine Versicherung gegen Mietnomaden Rechnung, die über zwei Wege realisierbar ist.
Als Zusatz einer Gebäudeversicherung kann beispielsweise für einen Betrag, der etwa bei zwei Promille der Jahresmiete liegt, eine klassische Versicherungspolice erworben werden. Im Schadensfall erhält muss der Vermieter dann nicht mehr zahlen, als eine 20-prozentige Eigenbeteiligung des tatsächlich verursachten Schadens. Als Voraussetzungen für die Schadensregulierung muss allerdings sowohl eine offizielle Abmahnung gegen den Mietnomaden vorliegen, als auch ein gerichtlicher Titel.
Der zweite Weg führt über eine Factoringgesellschaft, die den Schaden unmittelbar ausgleicht und die Außenstände selbständig eintreibt. Der Preis für diese Absicherung beginnt ab zwei Prozent der jeweiligen Jahresmiete. Der Betreiber der Internetseite www.mietnomaden-versicherung.de Michael Kuhlmann vertreibt also ein Novum auf dem Versicherungsmarkt, das in Anbetracht der vermehrten Mietnomadenfälle vermutlich nur den Anfang darstellt.
September 4th, 2008 | Kategorie: Recht, Verbraucherinformationen, Versicherungen