
Die Liberalisierung des Marktes bedeutet viel Freiheit. Nun darf der Kunde nicht nur den Tarif frei wählen, sondern auch die Erzeugungsquelle. Heutzutage stehen viele Varianten zur Wahl, doch der so genannte Ökostrom sorgt seit einigen Monaten für schiere Begeisterung und lockt immer mehr umweltbewusste Strombezieher an.
Der Ökostrom hat viele Namen – Ökostrom, Grüner Strom, Naturstrom usw. Diese bezeichnen die elektrische Energie, die aus regenerativen Energieträgern produziert worden ist. Als solche gelten unter anderem Wasserkraft, Wind, Sonne und Biomasse. Ihr größter Vorteil liegt in der unbegrenzten Verfügbarkeit. Ihre Nutzung schont die Ressourcen der Erde und greift nicht in natürliche Kreisläufe ein. Der etwas höhere Preis ist vor allem auf das schwach entwickelte Kraftwerk-Netz zurückzuführen, mit dessen Entwicklung aber auch eine Reduzierung der Tarife zu erwarten ist.
Ökostrom reduziert erheblich die Umweltbelastung gegenüber der konventionell erzeugten elektrischen Kraft. Vor allem die klimarelevanten CO2-Werte pro Kilowattstunde werden deutlich gesenkt. Ökostrom kostet zwar mehr (um 10% gegenüber dem herkömmlichen Strom), doch dadurch wird seine intensivere Produktion und Erweiterung gefördert. Ein Teil der Rechnung wird in den Neubau von Anlagen investiert, womit der Strommix des Landes zugunsten der umweltfreundlichen Quellen verbessert wird.
Um die bedarfsgerechte Versorgung zu ermöglichen, nehmen viele Anbieter gezielt einen Mix aus beispielsweise Photovoltaik-, Biomasse-, Wasserkraft- und Windkraftanlagen unter Vertrag. Für den Endverbraucher ändert sich im Grunde nichts – er bezieht weiterhin seinen Strom aus dem Netz, ohne dass es dafür zusätzliche Einrichtungen oder neue Stromzähler notwendig sind.