
Anders als es in der Öffentlichkeit behauptet wird, ist der Stromanbieterwechsel ganz einfach und birgt keinerlei Risiken für den Verbraucher.
Den Stromversorger sollten Sie allerdings nur nach einem umfassenden und unabhängigen Vergleich der Preise und Leistungen der verschiedenen Anbieter wechseln. Nur so können Sie sicher sein, dass Sie sich für einen günstigen Tarif entschieden haben.
Wichtig dabei ist, dass man nicht nur auf die Preise achtet. Wenn Sie zum Beispiel Wert auf persönliche Beratung und Kontakt mit Ihrem Stromunternehmen legen, sollten Sie auch mit höheren Service-Kosten rechnen.
Ansonsten ist es üblich, dass der neue Anbieter die Kosten für die Wechselprozedur (Kündigung beim alten Versorger, Zähler-Kontrolle usw.) übernimmt. Trotzdem sollten Sie am besten vor der Vertragsunterzeichnung nachfragen, ob auch Ihr Anbieter diese Service-Leistungen abdeckt.
Wenn Sie sich bereits für einen Anbieter entschieden haben, sollten Sie zuerst Kontakt mit ihm aufnehmen. Sie bekommen dann die erforderlichen Vertragsunterlagen zugeschickt, die Sie dann ausfüllen müssen. Mit der Unterzeichnung des neuen Vertrags, verpflichtet sich der neue Anbieter dazu, die restlichen Schritte von der Wechsel-Prozedur in Ihrem Namen zu übernehmen. So kümmert er sich zum Beispiel um die Kündigung des bestehenden Vertrags beim alten Versorger sowie um die Anmeldung bei den zuständigen Behörden. Für Sie ändert sich im Grunde wenig. Sie bekommen Ihren Strom weiterhin von dem alten Versorger und nur die Rechnung wird vom neuen gestellt.
Etwas komplizierter ist es, wenn Sie umziehen und zu einem neuen Stromanbieter wechseln wollen. Mit dem Einschalten des Lichts in der neuen Wohnung gehen Sie eine vertragliche Bindung ein und werden automatisch Kunde des lokalen Versorgers. Dieser kann den Kunden dann bis zu einem Jahr an sich binden. Aus der Praxis zeigt sich aber, dass die Pflichtversorgung nur noch maximal drei Monate dauert. Danach können Sie Ihren Stromanbieter frei wählen.
Viele Menschen behaupten, dass ein Wechsel zu einem Stromausfall führen kann. Das ist schlichtweg falsch. Als Verbraucher sind Sie in Deutschland durch ein Gesetz geschützt, das Ihre Stromversorgung durch Ihren lokalen Stromanbieter regelt. Er ist gesetzlich dazu verpflichtet, alle Haushalte stets zu versorgen, auch dann wenn er nicht mehr der Vertragspartner ist. Kein Versorger in Deutschland darf den Strom einfach abstellen, weil der Kunde gekündigt hat.